PaKo - Imbiss konkret
Von außen eher unscheinbar wirkt das Geschäft von Mahmut Varli in der Christianstraße 78 zwischen der Anscharstraße und dem AEG-Gelände. »PaKo« nennt er es, was für »Pause konkret« steht. Ein Verkaufstresen mit freier Sicht in die Küche und einige Tische – ein Döner-Laden wie viele andere in der Stadt, jedenfalls auf den ersten Blick.
Im September 2005 öffnete Mahmut Varli sein kleines Restaurant für türkische Spezialitäten. Wer mit ihm ins Gespräch kommt, erfährt von seiner Begeisterung für das Kochen. Und von seinem Credo: Frische und Selbstgemachtes. Das verlockend duftende Brot wird frisch gebacken, die Würzmischungen aus frisch gemahlenen Kräutern selbst komponiert und das Fleisch jeden Tag selbst vorbereitet. Mahmut Varli legt größten Wert auf Frische und Zuverlässigkeit seiner Lieferanten.
Das Fleisch stammt von einem Metzger, der die Tiere vor der Schlachtung auswählt, die in einem großen Schlachthof in Kiel stattfindet. Nach der Begutachtung durch einen Veterinär hängt das Kalbfleisch drei Tage ab und wandert dann in die Kühltruhe. Um auch hier Frische und Qualität zu gewährleisten, nimmt Mahmut Varli nur soviel Fleisch ab, wie er in einer Woche verarbeiten kann. Und jeden Abend wird das in dünne Scheiben geschnittene Fleisch in eine mit Gewürzen verfeinerte Öl-Milch-Mischung eingelegt, um schließlich jeden Morgen – die Leser ahnen es schon - frisch auf den Spieß zu gelangen.
Spricht man mit Mahmut Varli über Kräuter und Gewürze, kommt man schnell auf seinen Geburtsort Antakya (südöstliche Türkei an der syrischen Grenze). Solange er sich erinnern kann, hat seine Mutter diese gesammelt. Er hat den Umgang mit Gewürzen und Kräutern von Kindesbeinen an entwickelt und bezieht diese noch immer von dort – seine Mutter sammelt sie jetzt für »PaKo«. Letztes Jahr hat er 30 Kilogramm aus seinem Heimatort mitgebracht. Er schwört auf das besondere Aroma von Kümmel, Oregano und Pfefferminz, das es nur dort gäbe, wie er meint. Wenn er dann noch ein Schnuppern in seine getrockneten »Schätze« erlaubt, kann man ihn gut verstehen.
Gewürze haben ist das eine – sie richtig mischen das andere. Die meisten Würzmischungen stellt Mahmut Varli nach eigenem Rezept selbst zusammen oder komponiert bei Bedarf auch neue. Er mahlt sie kurz vor der eigentlichen Verwendung, so dass auch getrocknete Kräuter und Gewürze ihr volles Aroma entfalten können.
Dass der Döner bei »PaKo« in verschiedenen Variationen angeboten wird, überrascht jetzt nicht mehr. Es gibt ihn mit Kalb- oder Geflügelfleisch, scharf oder mild und auch rein vegetarisch. Wünsche der Gäste nach speziellen Zusammensetzungen erfüllt Mahmut Varli natürlich gern. Zu den weiteren angebotenen Gerichten zählen Köfte als türkische Hackfleischspezialität, vegetarisch gefüllte Auberginen, Schmorgemüse, Grillspezialitäten sowie Teigwaren, Salate und Suppen. Für den schnellen Hunger zwischendurch ist die »türkische Pizza« (zusammengerollter dünner Fladen mit Kräutern und Salat) bereits ab 1,50 Euro zu bekommen, einen Döner ab drei Euro. Die Gerichte können auch telefonisch bestellt und dann abgeholt werden.
PaKo – Pause konkret
Christianstraße 78
Tel. 84 00 655
Öffnungszeiten: Mo-So
jeweils 9-24 Uhr

Mahmut Varli -
Frische ist für ihn das beste Rezept.


Neumünsters Alt-Oberbürgermeister
Hartmut Unterlehberg mit
einer türkischen Delegation bei PaKo.

PaKo bietet auch Platz für Tafelrunden.

